Waldbruderkapelle

Die Kapelle Maria-Hilf ist idyllisch im Bannwald oberhalb von Schattdorf gelegen. Bereits im frühen 16. Jahrhundert sind für Schattdorf Einsiedler bezeugt, die neben der Kapelle gewohnt haben. Ob die Kapelle selbst aus dieser Zeit stammt, ist unklar.

Der Geschichtsforscher Karl Franz Lusser (1790-1859) hat die Waldbruderei in einer Zeichnung festgehalten (siehe Bild). Neben der Kapelle stand das Gwandhaus im Grundmass von 5x7 Meter. Links neben der Kapelle befand sich ein offener Ziegenstall.

1924 wurde die Kapelle mit privater Hilfe restauriert. Der lehmige Untergrund führte aber schon bald wieder zu Rissen und Spalten, so dass die kleine Kapelle 1959 von Schülern des Kollegiums in Fronarbeit erneut renoviert werden musste. Im Jahr 2013 erhielt die Kapelle einen neuen Anstrich und erstrahlt seither wieder in frischer Pracht. Sie ist ein beliebter Kraftort, wo Einheimische und Fremde Kraft und Trost bei der Muttergottes suchen.

 

Bis heute feiern wir in den Sommermonaten 3 bis 4 Mal bei guter Witterung einen Gottesdienst in der Waldbruderkapelle.

 

Quellen: Urner Kirchen- und Kapellenführer URI, "Kein schöner Land für Gottes Kinder", Verlag: Baumann und Fryberg, Altdorf.

250 Jahre Pfarrkirche Schattdorf 1733-1983.

Bilder: Erwin Walker; 250 Jahre Schattdorf.